Aktuelle Informationen:

 

 

Herzlich willkommen auf den Seiten der Kreisgruppe Würzburg des LBV

Frühling im Sinngrund / S.Ribits
Frühling im Sinngrund     /      S.Ribits

 

Kontakt:

Bezirksgeschäftsstelle Veitshöchheim
Mainlände 8
97209 Veitshöchheim
Tel.: 0931/45265047
Fax: 0931/45265049
E-Mail: m-sitkewitz@lbv.de

 

 

Leitung der Kreisgruppe:

(dzt. kommissarisch) Marc Sitkewitz



Weitere Steinkauzröhren angebracht

 

 

28.02.15

 

Rund um Würzburg wurden weitere 11 Steinkauzröhren in alten Streuobstbeständen angebracht.

Langsam wird die Lücke zu den weiter nördlich gelegenen Brutgebieten geschlossen.


Der Steinkauz hat viele ursprüngliche Habitate verloren.

Er benötigt offene Landschaften mit ganzjährig kurzer Vegetation. Bäume mit natürlichen Höhlen müssen vorhanden sein.

Nur durch gezielte Schutzmaßnahmen, wie dem Anbringen künstlicher Bruthöhlen, kann eine Wiederansiedlung gelingen.

 

 

Text & Fotos: Sebastian Ribits


„Steinadler“ veranstalten Aktionstag für kleine Indianer

Am Samstag, den 3. Mai veranstalteten die Kinder der NAJU Kindergruppe „Steinadler“ auf dem Gelände des Waldkindergartens Reichenberg einen Aktionstag für kleine Indianer: Nach der Einstimmung mit einer selbst geschriebenen Mitmachgeschichte stellten die 15 Teilnehmer im Alter von 3 bis 7 Jahren ihre Indianerfertigkeiten an drei Stationen unter Beweis:  Sie stellten einen Kopfschmuck her, beschritten einen Fühl- und Spähpfad und bastelten ein Indianerpferdchen. Zwischendurch spielten alle gemeinsam ein Indianerspiel, für die nötige Energie sorgten selbstgemachte Kuchen. Die anwesenden Eltern wurden währenddessen an einer eigens eingerichteten Kaffeestation versorgt. Bevor sich die Kinder nach etwa drei Stunden verabschiedeten trafen sich alle zu einem wilden Indianertanz am Lagerfeuer.

Das Projekt hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, die kleinen Indianer waren mit viel Begeisterung bei der Sache und Eltern sowie Gruppenleiter waren beeindruckt von den pädagogischen Fertigkeiten der Nachwuchsgruppenleiter!

Das Besondere: Die Kinder der „Steinadler“ haben das Projekt selbstständig und fast ohne Hilfe der Gruppenleiter vorbereitet und durchgeführt.

Fotos und Bericht: Ina Jordan und Jakob Sänger


Leihgabe der LBV-Kreisgruppe Würzburg ermöglicht Fledermauserfassung

Das P-Seminar gab nach getaner Arbeit den batcorder zurück. Bild: Klaus Wenger
Das P-Seminar gab nach getaner Arbeit den batcorder zurück. Bild: Klaus Wenger

Ein P-Seminar des Matthias-Grünewald-Gymnasiums Würzburg hatte in den Schuljahren 2013/14 die Aufgabe, im Würzburger Steinbachtal die Fledermausbestände zu erfassen. Aufgrund der nächtlichen Lebensweise sind direkte Beobachtungen nur in Ausnahmefällen möglich. Die Art kann ohne Hilfsmittel in der Regel nur bestimmt werden, wenn man das Tier in der Hand hält, z.B. bei Quartierkontrollen. Leider konnte die Seminargruppe weder in den Fledermauskästen im Park, noch in Spaltenquartieren an Häusern Fledermäuse antreffen.

Eine Alternative bietet die moderne Technik: Spezialmikrophone nehmen die Ultraschallrufe der ortenden Tiere auf (bis zu 150 kHz!), wandeln sie mit sehr hoher Auflösung (Samplingrate) in digitale Signale um, die dann mit großer Geschwindigkeit abgespeichert werden müssen. Mit Hilfe dieser Aufnahmen kann die Fledermausart bestimmt oder wenigstens eingegrenzt werden.

Leider ist diese Hochleistungstechnik entsprechend teuer: Ein Zeitdehner-Detektor, der mit der Hand bedient werden muss, kostet mindestens 1000 €, automatisierte Aufnahmegeräte gut das doppelte. Dazu kommt Software für die Datenverwaltung und -auswertung, für die noch einmal mit 1000 € das Budget belastet, und nur auf Apple-Computern läuft.

Diese Beträge können von einer Schule nicht aufgebracht werden, schon gar nicht für ein nur einmalig durchgeführtes P-Seminar. Zum Glück konnte die Gruppe auf ein sehr großzügiges Angebot der Kreisgruppe Würzburg des LBV (Landesbund für Vogelschutz e.V.) zurückgreifen: Die Schülergruppe lieh ein automatisches Fledermaus-Aufzeichnungsgerät (batcorder der Firma ecoObs) für die gesamte Fledermaus-Saison 2013 und konnte im Herbst desselben Jahres einen LBV-Apple-Laptop mit aufgespielter Software für die Datenauswertung nutzen. In manchen Nächten waren im Steinbachtal Geräte im Wert von über 3000 € im Einsatz!

Im Rahmen ihrer Schlusspräsentation wurden die Geräte im Januar 2014 unversehrt an den Geschäftsführer der LBV-Kreisgruppe zurückgegeben, der eine Saison auf sie verzichtet hatte.

Text: Klaus Wenger


Biotoppflegemaßnahme im Kürnachtal

Foto: Dominik Frickel
Foto: Dominik Frickel

Im Rahmen einer Biotoppflegemaßnahme am 20.01.2014 haben der Ehrenamtliche Dominik Frickel und sein Kommilitone die Kürnach von Plastikmüll und anderem Treibgut gesäubert. Plastikmüll schadet nicht nur der Wasserqualität, sondern auch dem Image des "Naherholungsbereiches Kürnachtal". Für die Säuberung bedanken wir uns recht herzlich bei den beiden.


Steinkauzröhren angebracht

 

30.11.13

 

Zur Habitatverbesserung wurden weitere Steinkauzröhren im Würzburger Landkreis angebracht.

Auch hier gibt es Steuobstflächen, die einen halboffenen Charakter haben und durch ihre vielfältigen Strukturen beste Bedingungen für den Steinkauz bieten.

Deutschland liegt im europäischen Verbreitungsgebiet der kleinen Eule, die aufgrund des Verlustes geeigneter Lebensräume große Schwierigkeiten hat. 

 

Der LBV möchte dem Steinkauz eine Rückkehr in seine alten Brutreviere ermöglichen. Im Laufe der letzten 12 Monate wurden im Großraum Würzburg rund 100 Brutröhren aufgehängt.

 

 

Text & Fotos: Sebastian Ribits


Biotoppflege

Foto: Johanna Sieger
Foto: Johanna Sieger

 

Dank der Hilfe von zahlreichen Ehrenamtlichen sind unsere Biotopflächen auch dieses Jahr wieder rechtzeitig vor dem Wintereinbruch gemäht worden. Egal ob beim Mähen oder Rechen, ohne die zusätzliche Hilfe der Ehrenamtlichen könnten wir diese wertvollen Flächen, die als Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten dienen, nicht erhalten. Einmal im Jahr müssen die Biotope gemäht werden, um die Artenvielfalt, sowohl in der Flora, als auch in der Fauna zu sichern. Neben dem Mähen wurde natürlich auch wieder das Streuobst geerntet. In diesem Jahr kamen wir auf eine stolze Bilanz von 160 L Apfelsaft. Prost!


Spannende Exkursion zur Wiesenweihe

Beringung eines Jungvogels, Foto: C. Pürckhauer
Beringung eines Jungvogels, Foto: C. Pürckhauer

 

Veitshöchheim, 27.07.2013 - „ Zum Glück sind die Jungen noch da und der Fuchs hat sie noch nicht entdeckt!“ Heinz Schrank, engagierter ehrenamtlicher Wiesenweihen-Schützer der Kreisgruppe Würzburg zeigt stolz den fast flüggen Jungvogel vor. Mit Spannung verfolgten die Exkursionsteilnehmer wie er die junge Wiesenweihe beringt und vermisst. Auch die Landwirte, auf deren Wintergersten-Acker sich die Brut befindet, waren mit von der Partie. Die Exkursion in eines der traditionellen Brutgebiete der Wiesenweihe war ein voller Erfolg: Es konnten nicht nur Altvögel im Flug bewundert werden, auch ein gerade flügger Jungvogel kreiste umher und stieß langgezogene, hohe Bettelrufe aus. Solche Bettelrufe sind in dieser Brutsaison besonders häufig zu hören, denn in diesem Jahr ist die Nahrung ungewöhnlich knapp. Litten doch die wichtigsten Beutetiere der Wiesenweihe – Feldmäuse und Kleinvögel wie z.B. junge Feldlerchen und Schafstelzen -  unter dem verregneten Monat Mai. Sicherlich werden daher im Jahr 2013 rund um Würzburg deutlich weniger Junge ausfliegen als in den Vorjahren. Doch in normalen Jahren ziehen die Wiesenweihen rund um Würzburg so viele Jungvögel auf, dass die schlechten Brutergebnisse der Saison 2013 von der örtlichen Population wahrscheinlich problemlos verkraftet werden.

Weitere Infos und spannende Details zum Thema finden sich hier:

 

www.lbv.de/wiesenweihe

 

Text & Foto: C. Pürckhauer


Am Samstag vor Pfingsten, den 18.05.2013, sind Mitglieder unserer Kreisgruppe mit dem Bus nach Beyersberg, Kreis Ansbach gefahren. Eingestimmt durch seinen Fachvortrag bei uns im April “Wege zum Naturgarten“ von Herrn Markus Gastl haben wir uns als kleine interessierte Gruppe den 7.000 m² großen Garten live angesehen. Beeindruckt von der unkonventionellen Gestaltung kamen lebhafte und informative Gespräche zustande. Auf diesem riesigen Gelände ist nichts zufällig, sondern alles bewusst ausgeführt, selbst ,,wilde Ecken“ haben ihren besonderen Sinn. Steinige Bereiche, Nutzzonen, abgemagerte und entwässerte Flächen im Wechsel mit unterschiedlichen Teichen ergeben abwechslungsreiche Biotope für verschiedene Tiere und Pflanzen. Das vermittelte Hintergrundwissen von Herrn Gastl regte ein Umdenken an und in Frage stellen von üblicher Praxis und löste eine Menge Detailfragen aus, die er routiniert beantwortete. Wir hatten das Glück, die Ersten zu sein, die sein gerade erschienenes Buch Drei-Zonen-Garten - Vielfalt * Schönheit * Nutzen vom Verlag Dr. Friedrich Pfeil einsehen und auch kaufen konnten, und Marc Sitkewitz machte spontan den Vorschlag, dieses Buch auch in den LBV-Shop aufzunehmen. Auf der Heimfahrt sind wir in einen prima Gasthof eingekehrt und haben uns gestärkt. Noch ganz in Gedanken an das Erlebte tauschten wir ausführlich unsere Eindrücke aus. Persönlich hat uns dieser Besuch überzeugt ein vergleichsweise kleines ,,Steingärtli“ anzulegen. Seit einem Monat arbeiten wir an dem Aufbau und Ausführung nach Herrn Gastls Ideen und Vorbild. In diesen Tagen erwarten wir eine Sendung standortgerecht ausgewählter Steingartenpflanzen um das Projekt Steingarten – Insektenunterkunft abzuschließen. Das Thema ,,Naturgarten“ wird uns ständig weiter beschäftigen. 

Hier noch die Homepage von Herrn Gastl: www.hortus-insectorum.de.

 

Text & Fotos: Sandra und Eva Bäumer


Bäume in Leinach nachgepflanzt

15.05.2013

 

Hasen schädigen junge Obstbäume durch das Benagen der dünnen Rinde.

Im schlimmsten Fall können die Bäume absterben, wie hier in Leinach geschehen.

Die Lücken wurden mit hochstämmigen Apfelbäumen geschlossen und die Stämme mit Wildverbissspiralen geschützt.

 

Text & Foto: Sebastian Ribits






Neue Artenschutz-Arbeitsgruppe Steinkauz gegründet

28.10.2012

 

In den letzten Monaten erreichten die Bezirksgeschäftsstelle

und die Kreisgruppe vermehrt Bericht über die Sichtung von

Steinkäuzen im Großraum Würzburg.

Da zumindest eine Brut nachgewiesen ist, wurde beschlossen,

die Rückkehr der kleinen Eule mit aller Kraft zu unterstützen. 

 

Der Steinkauz ist einer der kleinsten Eulen und ein Bewohner von

offenen, steppenartigen Strukturen. Streuobstwiesen kommen

daher sehr gut als Habitat in Frage.

Die ausgehölten morschen Äste und Naturhöhlen

werden mit künstlichen Brutröhren nachgebildet.

 

Anfang Oktober wurden mit Hilfe von Satellitenbildern Flächen

mit altem Streuobstbestand gesucht, die als Lebensraum

für den Steinkauz in Frage kommen könnten.

 

Der anschließende Begehung folgte die Erfassung der möglichen

Brutbäume mit Hilfe von GPS Geräten.

 

Die Bilder der Vorbegehung sind in Estenfeld und Kürnach entstanden.

 

 

Text & Fotos: Sebastian Ribits

 


Fledermäuse, unsere heimlichen Mitbewohner

Foto: Matthias Hammer:Kolonie Bechsteinfledermäuse in einem Fledermauskasten
Foto: Matthias Hammer:Kolonie Bechsteinfledermäuse in einem Fledermauskasten
Foto: Rudi Leitl: Kolonie Mopsfledermäuse hinter einer Rindenplatte
Foto: Rudi Leitl: Kolonie Mopsfledermäuse hinter einer Rindenplatte

Fledermäuse führen ein sehr verstecktes, heimliches Leben. Ihre Anwesenheit wird oft nicht bemerkt. Dabei sind sie häufig in und an menschlichen Bauwerken zu finden. Manche Arten beziehen im Sommer als Kulturfolger Quartier unter unseren Dächern, hinter Fassadenverkleidungen oder hinter Fensterläden. Manche nutzen kleinste Spalten an Häusern. Andere Fledermäuse leben im Wald in Baumhöhlen oder hinter abstehenden Rindenplatten und brauchen über den Sommer mehrere nah beieinander liegende Quartiere. Deshalb ist es wichtig, alte Bäume und solche mit Höhlen zu erhalten.

Die Weibchen bilden zum Teil große Wochenstubenkolonien, in denen sie ihre Jungen großziehen. In diesen „Kindergärten“ können sich die Jungtiere nachts gegenseitig wärmen, während die Mütter auf der Jagd sind. Die in einem Quartier geborenen Weibchen kehren später selbst wieder dorthin zurück, um dann ihrerseits in diesem Dachboden, Spalt o. ä. ihre Jungen großzuziehen. Dadurch bilden sich z. T. jahrzehntelange Quartiertraditionen. Durch ihre enge Bindung an Gebäude und die heimliche Lebensweise der Fledermäuse ist bei anstehenden Renovierungsarbeiten Umsicht angezeigt.

Foto: Matthias Hammer: Wochenstube des Großen Mausohrs in einem Kirchendachboden
Foto: Matthias Hammer: Wochenstube des Großen Mausohrs in einem Kirchendachboden

Den Winter verbringen sie schlafend und suchen dafür traditionelle Überwinterungsplätze in Felshöhlen oder alten Kellern auf, die es zu sichern und zu erhalten gilt.

Fotos: Matthias Hammer: Fransen- (links) und Bartfledermaus im Winterschlaf
Fotos: Matthias Hammer: Fransen- (links) und Bartfledermaus im Winterschlaf
Zum Schutz vor Störungen vergitterter Keller
Zum Schutz vor Störungen vergitterter Keller
Foto: Fledermausfreunde Würzburg
Foto: Fledermausfreunde Würzburg

Die Würzburger Fledermausgruppe wurde im Jahre 2004 von ehrenamtlichen Fledermausschützern des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V., des Bundes Naturschutz in Bayern e.V. und des Naturwissenschaftlichen Vereins Würzburg e.V. gegründet.

 

Ziel war es, eine überverbandliche Struktur zu schaffen, die die Belange des Fledermausschutzes in der Region effektiv wahrnehmen kann. Die Aktivitäten von Einzelpersonen aus den Verbänden konnten so sinnvoll zusammengeführt und neu koordiniert werden. Die Erfassung, Erforschung und Erhaltung der Fledermausvorkommen in Stadt und Landkreis Würzburg und im Landkreis Kitzingen stehen dabei im Mittelpunkt der Arbeit.

Fledermausnotfall?

Wenn Sie eine entkräftete oder verletzte Fledermaus gefunden haben, so setzen Sie sich bitte umgehend mit uns in Verbindung. Durch Baumfällungen oder Sanierungsarbeiten werden immer wieder mal Tiere zum Umzug gezwungen oder verletzt. Gelegentlich werden Fledermäuse auch Opfer von Katzen oder Verkehrsunfällen, auch hier ist schnelle und fachkundige Hilfe geboten.

 01.10.2012, Text: Claudia Beyer und Christian Söder

Exkursion zur Wiesenweihe

Foto: Irmgard Schuster
Foto: Irmgard Schuster

14.7.2012: Exkursions-Highlight: Wiesenweihenschutz hautnah

Ein Höhepunkt des diesjährigen LBV-Programmes: die erfahrenen Wiesenweihenschützer Edgar Hoh (2. v. li), Achim Gögelein (7. v. li.), Heinz Schrank (12. v. li, hinten) und Irmgard Schuster (nicht im Bild) zeigten den beigeisterten Teilnehmern wie Wiesenweihenschutz in der Praxis funktioniert. Besonders spannend: die Beringung der jungen Greifvögel an der Brutfläche. Begleitet wurde die Führung von Claudia Pürckhauer, LBV-Koordinatorin des Artenhilfsprogrammes. Für alle die wegen der starken Nachfrage nicht mehr teilnehmen konnten: nächstes Jahr soll die Führung wieder ins Programm aufgenommen werden.

Weitere Infos unter: www.lbv.de/wiesenweihe.

Text: Claudia Pürckhauer

 

 

 

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